Frequenz

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Die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde und wird in Hertz (Hz) angegeben. Sie ist der Kehrwert der Periodendauer: \(f = 1/T\). Hohe Frequenzen werden als hohe Töne wahrgenommen, tiefe als tiefe Töne.

Herkunft: Die Einheit Hertz ist nach dem Physiker Heinrich Hertz benannt. Sie wurde im 20. Jahrhundert als Einheit für Schwingungen pro Sekunde eingeführt.

Anwendung: Fast alle akustischen Eigenschaften von Bauteilen und Räumen hängen von der Frequenz ab: Absorptionsgrad, Schalldämm-Maß, Nachhallzeit. Deshalb werden sie in Frequenzbändern angegeben. Die Bauakustik betrachtet den Bereich von 100 Hz bis 3150 Hz, die Raumakustik 63 Hz bis 8000 Hz.

Beispiel: Das Netzbrummen alter Geräte liegt bei 50 Hz. Sprache konzentriert sich etwa auf 300 Hz bis 3150 Hz.

Bezug zur Planung: Für die Planung ist entscheidend, welche Frequenzen eine Lärmquelle enthält. Verkehrslärm und Wärmepumpen erzeugen viel tieffrequenten Schall, Sprache konzentriert sich auf mittlere Frequenzen. Bauteile verhalten sich je nach Frequenz sehr unterschiedlich. Massive Wände dämmen hohe Frequenzen gut und tiefe schlechter, Absorber schlucken je nach Bauart hohe oder tiefe Frequenzen. Zwei Bauteile mit gleichem Einzahlwert können deshalb bei einer bestimmten Quelle ganz unterschiedlich wirken.

Typische Missverständnisse: Ein Einzahlwert wie Rw oder dB(A) wird oft so gelesen, als gelte er für alle Frequenzen. Er fasst aber ein ganzes Spektrum zusammen und kann Einbrüche verdecken. Ebenso unterschätzt wird der tieffrequente Bereich unter 100 Hz, den die Bauakustik derzeit nicht bewertet, obwohl dort viele aktuelle Beschwerden liegen.

Verwandte Begriffe: Wellenlänge, Oktavband, Terzband, A-Bewertung, Resonanzfrequenz

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