Wellenlänge

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Die Wellenlänge ist der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Punkten gleichen Schwingungszustands einer Welle, etwa zwischen zwei Verdichtungen. Sie berechnet sich aus \(\lambda = c / f\), mit der Schallgeschwindigkeit \(c \approx 340\) m/s in Luft.

Herkunft: Das Formelzeichen λ (Lambda) ist in der Wellenphysik allgemein üblich und gilt für Schall wie für Licht.

Anwendung: Die Wellenlänge erklärt viele Effekte im Bau. Eine Lärmschutzwand schirmt nur gut ab, wenn ihre effektive Höhe groß gegenüber der Wellenlänge ist. Ein poröser Absorber wirkt am besten im Abstand einer Viertelwellenlänge vor der Wand. Tiefe Töne mit großer Wellenlänge sind deshalb schwerer zu dämmen und zu absorbieren.

Beispiel: Ein Ton mit 100 Hz hat in Luft eine Wellenlänge von 3,40 m, ein Ton mit 3150 Hz nur rund 11 cm.

Bezug zur Planung: Die Wellenlänge bestimmt die Maßstäbe akustischer Maßnahmen. Bauteile, Absorber und Abschirmungen wirken erst dann gut, wenn sie im Verhältnis zur Wellenlänge groß genug sind. Für einen Ton mit 100 Hz entspricht das Abmessungen im Meterbereich, für 1000 Hz reichen wenige Dezimeter. Deshalb lassen sich hohe Frequenzen mit dünnen Matten und Vorhängen beherrschen, tiefe Frequenzen dagegen nur mit großen Hohlräumen, Resonatoren oder viel Masse.

Typische Missverständnisse: Die Schallgeschwindigkeit wird leicht mit der Bewegung der Luftteilchen verwechselt. Die Welle breitet sich mit rund 340 m/s aus, die Teilchen selbst schwingen nur um ihre Ruhelage. Ebenso wird oft übersehen, dass die Wellenlänge in festen Bauteilen eine andere ist als in Luft, weil sich Schall dort schneller ausbreitet.

Verwandte Begriffe: Frequenz, Lärmschutzwand, Poröser Absorber, Koinzidenzfrequenz

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