Ein Terzband ist ein Frequenzbereich, der ein Drittel eines Oktavbandes umfasst. Seine obere Grenzfrequenz ist das 2^(1/3)-fache, also rund das 1,26-fache der unteren. Die Auflösung ist damit dreimal so fein wie bei Oktaven.
Herkunft: Die Bezeichnung lehnt sich an das musikalische Intervall der großen Terz an, das ungefähr einem Drittel einer Oktave entspricht.
Anwendung: Die genormte Folge der Terzmittenfrequenzen lautet unter anderem 100, 125, 160, 200, 250, 315, 400, 500 Hz. Auf einer logarithmischen Frequenzachse liegen diese Werte gleich weit auseinander. Das Schalldämm-Maß und der Norm-Trittschallpegel werden in den 16 Terzbändern von 100 Hz bis 3150 Hz gemessen und daraus zu Einzahlwerten verdichtet.
Beispiel: Die Tabelle zur Verbesserung durch Vorsatzschalen arbeitet mit Terzschritten: 80, 100, 125, 160 Hz. Zwischenwerte werden über den Logarithmus der Frequenz interpoliert.
Bezug zur Planung: Die Terzanalyse ist das Standardformat für Bauteilprüfungen. Prüfberichte zeigen das Schalldämm-Maß als Kurve über 16 Terzbändern. Aus dieser Kurve lassen sich Schwächen ablesen, die im Einzahlwert verschwinden, etwa der Einbruch an der Koinzidenzfrequenz einer Verglasung oder die Resonanz einer Vorsatzschale. Für den Vergleich zweier Produkte mit gleichem Rw lohnt der Blick auf die Terzkurve.
Typische Missverständnisse: Häufig wird beim Interpolieren zwischen Terzwerten linear über die Frequenz gerechnet. Weil die Terzfrequenzen auf einer logarithmischen Achse gleich verteilt sind, ist die Interpolation über den Logarithmus der Frequenz korrekt. Der Unterschied ist meist klein, wird in Prüfungen aber beachtet.
Verwandte Begriffe: Oktavband, Bewertetes Schalldämm-Maß, Frequenz
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