Randdämmstreifen

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Ein Randdämmstreifen ist ein elastischer Streifen aus Dämmstoff, der vor dem Einbringen eines schwimmenden Estrichs an allen Wänden, Stützen und Durchdringungen angebracht wird. Er trennt den Estrich seitlich vom Bauwerk.

Herkunft: Der Randdämmstreifen gehört zum Regelaufbau jedes schwimmenden Estrichs. Er dient zugleich als Dehnfuge für Temperatur- und Schwindbewegungen.

Anwendung: Ohne durchgehenden Randdämmstreifen wird Trittschall direkt in die Wände geleitet, und der Estrich verliert seine Wirkung. Der Streifen darf erst abgeschnitten werden, wenn Belag und Sockel fertig sind. Fliesenkleber, Fugenmasse oder Putz dürfen ihn nicht überbrücken. Auch Türzargen brauchen eine saubere Trennfuge zum Estrich.

Beispiel: Ein Fliesenleger, der den Spalt zwischen Bodenfliese und Wandfliese mit Kleber füllt, schafft eine Schallbrücke, die den Trittschallschutz deutlich verschlechtert.

Bezug zur Planung: In der Ausschreibung und Bauüberwachung verdient der Randdämmstreifen besondere Aufmerksamkeit. Er sollte vor dem Estricheinbau lückenlos verlegt und erst nach dem Verfugen von Belag und Sockel bündig abgeschnitten werden. Bei Fliesenbelägen gehört zwischen Boden- und Wandfliesen eine elastische Fuge. Auch Türzargen und Rohrdurchführungen brauchen eine Trennung.

Typische Missverständnisse: Der Streifen wird oft als Nebensache betrachtet und zu früh abgeschnitten. Ebenso verbreitet ist die Annahme, eine starre Fuge mit Kleber oder Zementmörtel sei ordentlicher. Akustisch ist sie eine Schallbrücke, die den Trittschallschutz deutlich verschlechtert.

Verwandte Begriffe: Schwimmender Estrich, Trittschall, Körperschall

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