Schalldruck

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Der Schalldruck ist die Druckschwankung, die eine Schallwelle dem atmosphärischen Luftdruck überlagert. Er wird in Pascal (Pa) gemessen und meist als Effektivwert angegeben. Ein Mikrofon erfasst nur diese Schwankung, nicht den konstanten Luftdruck.

Herkunft: Der Schalldruck ist die Größe, die Mikrofone und das Ohr direkt aufnehmen. Darum dient er als Grundlage des gebräuchlichsten Pegels, des Schalldruckpegels.

Anwendung: Der Schalldruck reicht von 2 · 10⁻⁵ Pa an der Hörschwelle bis etwa 20 Pa an der Schmerzgrenze, ein Faktor von einer Million. Die Hörschwelle liegt rund fünf Milliarden Mal unter dem Luftdruck von etwa 101 300 Pa. Wegen dieses Bereichs wird der Schalldruck logarithmisch als Pegel angegeben.

Beispiel: Ein Schalldruck von 2 Pa entspricht einem Schalldruckpegel von 100 dB, etwa einem Presslufthammer in 7 m Abstand.

Bezug zur Planung: Messgeräte erfassen den Schalldruck an einem Ort und rechnen daraus den Pegel. Für Planungen ist er die Größe, die beim Nachbarn oder im Raum tatsächlich ankommt. Bei Geräten wird dagegen meist die Schallleistung angegeben, weil sie vom Ort unabhängig ist. Aus ihr lässt sich der Schalldruckpegel in einem bestimmten Abstand berechnen.

Typische Missverständnisse: Schalldruck und Schallleistung werden oft verwechselt. Die Schallleistung beschreibt die Quelle, der Schalldruck einen Punkt im Schallfeld. Ein Gerät hat eine feste Schallleistung, der Schalldruck in seiner Umgebung hängt vom Abstand und vom Raum ab. Auch der Luftdruck selbst ist für die Akustik ohne Bedeutung, nur seine Schwankung zählt.

Verwandte Begriffe: Schalldruckpegel, Dezibel, Schall

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