Der Norm-Trittschallpegel Ln ist der Schallpegel, der im Empfangsraum entsteht, wenn die Decke darüber mit einem Normhammerwerk angeregt wird. Er wird auf eine äquivalente Absorptionsfläche von 10 m² bezogen. Als Einzahlwert heißt er bewerteter Norm-Trittschallpegel Ln,w.
Herkunft: Der Einzahlwert entsteht wie beim Schalldämm-Maß über eine verschobene Bezugskurve. Abgelesen wird bei 500 Hz, die Überschreitungen dürfen im Mittel höchstens 2 dB betragen.
Anwendung: Anders als beim Schalldämm-Maß sind beim Trittschall niedrige Werte gut. Die Anforderungen stehen in der OIB-Richtlinie 5 und hängen von der Lage ab. Messungen in bestehenden Gebäuden erfolgen meist erst durch Sachverständige, wenn es Streit gibt. Heute wertet Software die Messung aus.
Beispiel: Unter Aufenthaltsräumen werden 48 dB als Grenzwert genannt, unter Terrassen 53 dB [prüfen].
Bezug zur Planung: Im Nachweis wird der bewertete Norm-Trittschallpegel mit dem zulässigen Höchstwert verglichen. Er hängt vor allem vom schwimmenden Estrich und der Rohdecke ab. Gute Werte entstehen durch eine schwere Rohdecke, eine weiche Trittschalldämmung und eine fehlerfreie Ausführung. Auch Flanken tragen zum Ergebnis bei.
Typische Missverständnisse: Weil beim Luftschall hohe Werte gut sind, wird beim Trittschall oft dieselbe Richtung angenommen. Beim Norm-Trittschallpegel sind niedrige Werte besser. Auch wird die Bezugskurve hier nach Überschreitungen verschoben, nicht nach Unterschreitungen wie beim Schalldämm-Maß.
Verwandte Begriffe: Trittschall, Schwimmender Estrich, Bewertetes Schalldämm-Maß
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