Der Schalldruckpegel ist ein logarithmisches Maß für den Schalldruck, bezogen auf den Wert an der Hörschwelle \(p_0 = 2 \cdot 10^{-5}\) Pa: \(L = 20 \cdot \lg(p / p_0)\) dB. Die Hörschwelle entspricht 0 dB, die Schmerzgrenze 120 dB.
Herkunft: Die logarithmische Darstellung folgt zwei Gründen: dem riesigen Wertebereich des Schalldrucks und der ungefähr logarithmischen Empfindlichkeit des Ohrs.
Anwendung: Zu beachten ist der Faktor vor dem Logarithmus. Bei Energiegrößen wie Leistung und Intensität steht \(10 \cdot \lg\), beim Druck \(20 \cdot \lg\), weil der Druck quadratisch in die Energie eingeht. Ein Pegel ist immer ortsbezogen und ohne Abstandsangabe wenig aussagekräftig. Pegel werden energetisch addiert und gemittelt.
Beispiel: Ein normales Gespräch erreicht in 1 m etwa 60 dB(A), ein Pkw bei 60 km/h in 25 m etwa 70 dB(A).
Bezug zur Planung: Der Schalldruckpegel ist die Größe, in der Anforderungen an Immissionen formuliert werden, etwa für den Lärm einer Anlage beim Nachbarn. Für Planungen wird er aus Datenblattangaben auf den maßgeblichen Abstand umgerechnet. Bei einer punktförmigen Quelle sinkt er um 6 dB pro Abstandsverdopplung, bei einer Linienquelle wie einer Straße um 3 dB.
Typische Missverständnisse: Ein häufiger Rechenfehler ist der falsche Faktor vor dem Logarithmus: \(10 \cdot \lg\) statt \(20 \cdot \lg\) beim Druckverhältnis. Ebenso verbreitet ist das direkte Addieren oder Mitteln von Pegeln. Zwei Pegel von 60 dB ergeben 63 dB, ihr energetischer Mittelwert bleibt 60 dB.
Verwandte Begriffe: Schalldruck, Dezibel, Pegeladdition, A-Bewertung
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