Kopplungslänge

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Die Kopplungslänge lf ist die Länge der gemeinsamen Stoßlinie zwischen dem Trennbauteil und einem flankierenden Bauteil. Sie wird in Metern angegeben.

Herkunft: Die Größe stammt aus den Rechenverfahren zur Flankenübertragung nach EN 12354 und ÖNORM B 8115-4.

Anwendung: Die Kopplungslänge geht als \(-10 \cdot \lg l_f\) in jeden Flankenweg ein. Eine längere Stoßlinie überträgt mehr Schall. Bei einer Trenndecke ist lf die Seitenlänge des Raumes, an der die Wand anschließt. Bei einer Trennwand ist sie bei Decke und Boden die Wandlänge, bei Seitenwänden die Raumhöhe. Eine Skizze verhindert den häufigsten Fehler, eine falsche Länge.

Beispiel: Bei einem Raum von 4,0 × 6,0 m unter einer Trenndecke haben die Längswände lf = 6,0 m und die Stirnwände lf = 4,0 m.

Bezug zur Planung: Die Kopplungslänge folgt direkt aus Grundriss und Schnitt. Lange Stoßlinien erhöhen die Flankenübertragung, kurze verringern sie. Bei der Planung von Trennwänden lohnt deshalb der Blick darauf, an welchen Flanken die längsten Anschlüsse liegen und ob dort Vorsatzschalen sinnvoll sind.

Typische Missverständnisse: Ohne Skizze wird die Kopplungslänge oft verwechselt, etwa mit der Raumhöhe bei einer Trenndecke oder mit der Wandlänge bei einer Seitenwand. In Prüfungen ist sie ein häufiger Fehler. Eine kleine Schnittskizze mit eingetragenen Stoßlinien verhindert ihn zuverlässig.

Verwandte Begriffe: Flankenübertragung, Stoßstellendämmmaß

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