Stoßstellendämmmaß

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Das Stoßstellendämmmaß Kij beschreibt, wie stark eine Verbindung zweier Bauteile die Übertragung von Körperschall von Bauteil i auf Bauteil j behindert. Es hängt vom Verhältnis der flächenbezogenen Massen und von der Art des Stoßes ab.

Herkunft: Die Formeln stammen aus EN 12354-1 und werden in der Berechnung der Flankenübertragung verwendet.

Anwendung: Mit \(M = \lg(m'_s / m'_f)\) gilt für einen starren Kreuzstoß geradeaus \(K_{ij} = 8{,}7 + 17{,}1\,M + 5{,}7\,M^2\), um die Ecke \(K_{ij} = 8{,}7 + 5{,}7\,M^2\). Für einen T-Stoß, etwa an einer Außenwand, gelten \(5{,}7 + 14{,}1\,M + 5{,}7\,M^2\) und \(5{,}7 + 5{,}7\,M^2\). Der Weg Ff läuft immer gerade durch. Ist das Trennbauteil leichter als die Flanke, wird M negativ.

Beispiel: Bei einer Decke mit 400 kg/m² und Wänden mit 300 kg/m² ergibt sich M = 0,125, geradeaus Kij = 10,9 dB, um die Ecke 8,8 dB.

Bezug zur Planung: Das Stoßstellendämmmaß zeigt, welche Anschlüsse in einem Gebäude kritisch sind. Große Massenunterschiede zwischen Trennbauteil und Flanke verändern die Weiterleitung deutlich. An Außenwänden mit T-Stoß wird weniger Energie gebremst als an Innenwänden mit Kreuzstoß. Elastische Zwischenlagen in Anschlüssen erhöhen Kij und verringern so die Flankenübertragung.

Typische Missverständnisse: Der häufigste Rechenfehler ist ein verlorenes Vorzeichen beim linearen Term. Ist die Flanke schwerer als das Trennbauteil, wird M negativ, und der Term zieht ab. Ebenso falsch ist es, den Weg Ff als Übertragung um die Ecke zu rechnen. Er läuft immer gerade durch die Stoßstelle.

Verwandte Begriffe: Flankenübertragung, Kopplungslänge, Standard-Schallpegeldifferenz

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