Ein Oktavband ist ein Frequenzbereich, dessen obere Grenzfrequenz doppelt so hoch ist wie die untere: \(f_o = 2 \cdot f_u\). Benannt wird es nach seiner Mittenfrequenz, dem geometrischen Mittel der Grenzen. Das Band von 355 Hz bis 710 Hz heißt Oktavband 500 Hz.
Herkunft: Der Begriff stammt aus der Musik. Eine Oktave umfasst dort acht Stufen der Tonleiter und entspricht einer Verdopplung der Frequenz.
Anwendung: Oktavbänder liefern einen schnellen Überblick über ein Geräusch. Viele einfachere Messgeräte können nur in Oktaven auflösen. Für genaue bauakustische Beurteilungen werden die feineren Terzbänder verwendet.
Beispiel: Ein Spektrum von 31,5 Hz bis 16 000 Hz umfasst zehn Oktavbänder, die Mittenfrequenzen verdoppeln sich jeweils: 31,5, 63, 125, 250 Hz und so weiter.
Bezug zur Planung: Oktavbänder genügen für viele planerische Fragen, etwa für die Auswahl von Absorbern oder für eine erste Beurteilung von Geräuschen. Datenblätter von Lüftungsgeräten und Wärmepumpen geben ihre Schallleistung häufig in Oktaven an. In Übungen und einfachen Messungen werden Spektren ebenfalls oft in Oktaven ausgewertet, etwa von 31,5 Hz bis 16 000 Hz.
Typische Missverständnisse: Oktav- und Terzwerte dürfen nicht direkt verglichen werden. Ein Oktavband fasst die Energie von drei Terzbändern zusammen. Sein Pegel ist deshalb höher als jeder einzelne Terzpegel darin. Auch wird oft die arithmetische statt der geometrischen Mitte als Mittenfrequenz angenommen.
Verwandte Begriffe: Terzband, Frequenz, A-Bewertung
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