Äquivalenter Dauerschallpegel

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Der äquivalente Dauerschallpegel ist der energetische Mittelwert eines schwankenden Schallpegels über eine bestimmte Zeit. Er entspricht dem konstanten Pegel, der in dieser Zeit dieselbe Schallenergie hätte. Er ist nicht das arithmetische Mittel der Dezibelwerte.

Herkunft: Das Formelzeichen L_eq leitet sich vom englischen equivalent ab. Der Kennwert ist in der Lärmbeurteilung international verbreitet.

Anwendung: Der Mittelungspegel dient zur Beurteilung von Verkehrs- und Umgebungslärm und steht in Lärmkarten. Seine Schwäche ist, dass er Spitzen verdeckt. Deshalb werden ergänzend Perzentilpegel und Maximalpegel betrachtet. Auch Messgeräte geben für jedes Frequenzband einen äquivalenten Dauerschallpegel aus.

Beispiel: Ein Wohnort am Flughafen und einer an einer Hauptstraße können denselben Mittelungspegel von 62 dB(A) haben, obwohl der eine von lauten Überflügen, der andere von gleichmäßigem Verkehr geprägt ist.

Bezug zur Planung: Der Mittelungspegel ist die Grundlage vieler Lärmkarten und Beurteilungen. Für die Planung von Außenbauteilen wird der maßgebliche Außenlärmpegel getrennt für Tag und Nacht ermittelt. Daraus folgen die Anforderungen an Fenster und Außenwände. Wien verfügt über detaillierte Schallkarten, an anderen Standorten sind eigene Messungen nötig.

Typische Missverständnisse: Der Mittelungspegel wird oft als typischer Pegel missverstanden. Er beschreibt die mittlere Energie, nicht das Erlebte. Wenige laute Ereignisse können ihn stark anheben, lange ruhige Phasen senken ihn kaum. Wer Schlafstörungen beurteilt, muss deshalb zusätzlich Maximalpegel und Häufigkeit der Spitzen betrachten.

Verwandte Begriffe: Perzentilpegel, Pegeladdition, Schalldruckpegel

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