Perzentilpegel

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Ein Perzentilpegel ist der Schallpegel, der in einem bestimmten Anteil der Messzeit überschritten wird. Der L1 wird in 1 % der Zeit überschritten und entspricht etwa dem Maximalpegel. Der L95 wird in 95 % der Zeit überschritten und beschreibt den Grundgeräuschpegel.

Herkunft: Der Begriff stammt aus der Statistik. Perzentile teilen eine Verteilung in hundert gleich große Teile.

Anwendung: Perzentilpegel ergänzen den Mittelungspegel um Aussagen zur Verteilung. Für die Planung haustechnischer Anlagen ist der L95 entscheidend. Eine Anlage am Dach darf den niedrigsten Pegel beim Nachbarn nicht spürbar anheben. Gemessen wird deshalb nachts und lange genug, damit wiederkehrende Ereignisse erfasst werden.

Beispiel: Bei einer Messung in einem Hörsaal ergab sich ein L95 von 34,6 dB als Grundgeräusch des leeren Raumes.

Bezug zur Planung: Perzentilpegel spielen bei der Aufstellung von Rückkühlern, Klimageräten und Wärmepumpen eine zentrale Rolle. Der L95 zeigt, wie ruhig es am Standort in den leisesten Phasen ist. Liegt die geplante Anlage darüber, wird sie als neue Störung wahrgenommen. Ein vorab gemessenes Grundgeräusch erspart nachträgliche Schalldämpfer, die den Luftstrom und damit den Wirkungsgrad einer Anlage verringern.

Typische Missverständnisse: Der L95 wird gelegentlich als Pegel gedeutet, unter dem es 95 % der Zeit bleibt. Richtig ist das Gegenteil: Er wird in 95 % der Zeit überschritten und liegt deshalb am unteren Rand. Kurze Messungen am Tag unterschätzen zudem den Ruhezustand in der Nacht.

Verwandte Begriffe: Äquivalenter Dauerschallpegel, Schalldruckpegel

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