Die Pegeladdition bezeichnet das Zusammenfassen mehrerer Schallpegel zu einem Gesamtpegel. Weil Pegel Logarithmen sind, werden sie zuerst in Energiegrößen zurückverwandelt, dann summiert und wieder logarithmiert: \(L_{ges} = 10 \cdot \lg \sum_i 10^{L_i/10}\).
Herkunft: Die Regel folgt direkt aus der Definition des Pegels. Energien verschiedener, nicht korrelierter Quellen addieren sich, ihre Logarithmen nicht.
Anwendung: Die Pegeladdition wird bei mehreren Schallquellen, bei der Summe über Frequenzbänder zum Gesamtpegel und, mit negativem Vorzeichen, bei der Summe der Übertragungswege in der Flankenübertragung verwendet. Für n gleiche Quellen gilt \(L + 10 \cdot \lg n\), für zwei gleiche L + 3 dB. Der energetische Mittelwert folgt derselben Logik, nur geteilt durch die Anzahl.
Beispiel: Ein Spektrum mit 60 dB bei 125 Hz, 55 dB bei 1000 Hz und 50 dB bei 4000 Hz ergibt einen Gesamtpegel von 61,5 dB.
Bezug zur Planung: In der Planung wird die Pegeladdition genutzt, um mehrere Geräte auf einem Dach, mehrere Lärmquellen an einem Standort oder alle Übertragungswege zwischen zwei Räumen zu einem Gesamtwert zusammenzufassen. Sie zeigt, welche Quelle oder welcher Weg dominiert. Eine Quelle, die 10 dB leiser ist als die lauteste, trägt nur noch etwa 0,4 dB zum Gesamtpegel bei. Verbesserungen wirken deshalb nur an der dominierenden Stelle.
Typische Missverständnisse: Das direkte Addieren von Dezibelwerten ist der klassische Fehler. Ebenso falsch ist es, beim Mitteln mehrerer Messungen das arithmetische Mittel zu bilden. Auf dem Taschenrechner hilft eine eigene Funktion für die energetische Summe, die jede Liste von Pegeln in einem Schritt zusammenfasst.
Verwandte Begriffe: Dezibel, Schalldruckpegel, Äquivalenter Dauerschallpegel
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