Dezibel

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Das Dezibel (dB) ist eine Hilfsmaßeinheit für logarithmische Verhältnisse. Es bezeichnet den zehnfachen Zehnerlogarithmus eines Energieverhältnisses. Ein Unterschied von 10 dB entspricht der zehnfachen Energie, 3 dB etwa der doppelten.

Herkunft: Die Einheit leitet sich vom Bel ab, das nach Alexander Graham Bell benannt ist. Ein Dezibel ist ein Zehntel Bel. Die Einheit wurde zuerst in der Nachrichtentechnik verwendet.

Anwendung: In der Akustik werden Schalldruckpegel, Schallleistungspegel und Schalldämm-Maße in Dezibel angegeben. Weil es sich um Logarithmen handelt, dürfen Dezibelwerte nicht einfach addiert oder gemittelt werden. Zusätze wie dB(A) kennzeichnen eine Frequenzbewertung, die Einheit bleibt dB.

Beispiel: Zwei Geräte mit je 60 dB ergeben zusammen 63 dB, nicht 120 dB. Subjektiv doppelt so laut wirkt ein Schall erst bei etwa +10 dB.

Bezug zur Planung: Im Planungsalltag begegnen Dezibelwerte in Datenblättern, Lärmkarten, Gutachten und Normen. Für die Einordnung helfen Faustregeln. Eine Änderung um 1 dB ist kaum wahrnehmbar, 3 dB entsprechen der doppelten Energie, etwa zwei gleichen Geräten statt einem. Erst rund 10 dB werden als halbe oder doppelte Lautstärke empfunden. Maßnahmen, die nur wenige Dezibel bringen, werden deshalb oft überschätzt.

Typische Missverständnisse: Weil Dezibelwerte Logarithmen sind, sind Prozentangaben irreführend. Eine Verbesserung von 50 auf 55 dB ist keine Steigerung um zehn Prozent, sondern eine Verringerung der durchgelassenen Energie auf rund ein Drittel. Auch Angaben wie dB(A) und dB(C) sind nicht direkt vergleichbar, weil sie unterschiedlich bewertet sind.

Verwandte Begriffe: Schalldruckpegel, Pegeladdition, A-Bewertung

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